Kunst kann nur unvollständig, verkrampft, konstruiert und unperfekt sein. Die Natur als Teil der Schöpfung ist dagegen perfekt. Selbst das, was in ihr zufällig entsteht, ist absolut genial. Wollte ich etwas abbilden, könnte ich davon ein Foto machen. Und selbst das würde in Größe, Bewegung, Farbe und Dimension nicht übereinstimmen.

Was herauskommt, ist Stückwerk.

Ich möchte den Zufällen der Natur spielend nachspüren, sie imitieren und ihnen Ausdruck verleihen; den kurzen Moment, in dem Wissen, dass es niemals perfekt werden kann. Ich arbeite auf Leinwänden, Holzplatten, Strandgut oder alten, recycelten Malgründen. Um Strukturen auf Leinwänden zu erhalten, werden diese mit einer Sand-Leim-Masse bearbeitet. Bei Holzplatten verwende ich spezielle Schnitzwerkzeuge. Bei der Bildgestaltung beziehe ich diese Bearbeitungsspuren ein, mache sie sichtbar oder löse sie malerisch wieder auf. 

Lasuren aus Ölfarbe, Bienenwachs oder Acrylfarbe werden übereinander gelegt. Schichten, Lagen, Ebenen werden auf diese Weise sichtbar und fließen ineinander.

Prozesse der Alterung und der zufälligen Veränderung durch die Elemente oder aber das Zurückgehen auf alte Arbeiten und das Überarbeiten von Arbeiten gehören für mich zum Prozess dazu. Egal, ob es vom Betrachter wahrgenommen wird, oder sich dem direkten Blick entzieht: alle Schichten eines Werks verschmelzen und tragen letztendlich zu der Wirkung desselben bei. 

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